Der Verein für Hof – in Bayern ganz oben.

Vorwort von Maria Mangei

mangeiM14cbsLiebe Leserinnen und liebe Leser,

Wenn ich das Zitat höre, der Verein ProHof sei der größte Fanclub unserer Stadt Hof, freue ich mich immer. Zum Einen ist es ein schönes Bild: Fanclub klingt nach Begeisterung, Hingabe, Leidenschaft. Zum Anderen schließt es niemanden aus, denn neben dem größten Fanclub gibt es auch kleinere Fanclubs oder einzelne Fans, die nicht weiter organisiert sind. Und alle zusammen sind sie ganz wichtig für den Erfolg.
Wenn ProHof ein großer Fanclub ist, was sind dann wir als Diakonie, habe ich mir vor Kurzem überlegt. Fans von Hof, ja, auf jeden Fall! Aber, um jetzt beim Bild des Mannschaftssports zu bleiben, das man ja beim Thema „Fanclub“ schnell vor Augen hat: Die Diakonie ist auch Sanitäter auf dem Platz, Masseur in der Kabine und Mannschaftspsychologe.
Wir helfen in Notsituationen. Wir pflegen. Wir bauen wieder auf – und das oft nicht „auf dem Spielfeld“ vor tausenden von Zuschauern, sondern im geschützten Raum. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten Verzweifelte, betreuen Kinder und Demente, pflegen, begleiten und erklären, spenden Trost und schenken Nähe, machen Mut und helfen durch den Behördendschungel oder hinein in den Arbeitsmarkt. Sie sind es, die die Leitgedanken, den Auftrag unserer sozialen, christlichen Organisation zum Leben erwecken. Die dafür sorgen, dass das Spiel weiterläuft.
Das geht nicht im Alleingang. Deshalb freuen wir uns darüber, dass auch ProHof zu den Unterstützern unserer Arbeit gehört; ist es doch eine Arbeit, die immer dem Miteinander in unserer Stadt, in unserer Region dient. Denn nur, wenn wir acht geben, dass einzelne Menschen oder Familien nicht durch das Netz rutschen, können am Schluss alle gut zusammen leben.
Das gilt auch für diejenigen, die neu in Deutschland ankommen, und Informationen und Orientierung benötigen. Nur wenn sie die Chance bekommen, etwas über unsere Werte und Gepflogenheiten zu lernen, können sie mitziehen und integriert werden. Deshalb ist es ein schönes Signal von ProHof, dass der Verein Unterrichtsmaterial sponsert, das von uns betreute Flüchtlinge für den Deutschkurs benötigen. Ein Lehrbuch kostet 15,60 Euro. Wenn man bedenkt, wie viel das Erlernen der Sprache bei dieser Zielgruppe bewirken kann, ist hier jeder Euro gut angelegt.
Letztlich ist auch das „Fanarbeit“ – haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass die Flüchtlinge oft ziemlich große Fans von Deutschland sind?

Ihnen allen, liebe Leserinnen und Leser, wünschen wir von der Diakonie Hochfranken nun einen gesegneten Start in ein glückliches neues Jahr!

Maria Mangei
Geschäftsführerin Diakonie Hochfranken

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