Der Verein für Hof – in Bayern ganz oben.

Vorwort von Bräu Hans-Joachim Hansen

IMG_0916Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde und Förderer der Stadt Hof,

„Hof in Bayern ganz oben und in Sachsen ganz unten“ – dieses geflügelte Wort kennzeichnet die Situation nach der Wiedervereinigung Deutschlands vor nunmehr 27 Jahren. Es zeigt uns allen aber auch die Wandlungs- und Integrationsfähigkeit unserer Vaterstadt Hof. Wir hier in Hof spürten es besonders in den vielen Jahren der schmerzvollen und unglückseligen Teilung Deutschlands, was es bedeutet, wirtschaftlich in einer Sackgasse zu wohnen, ohne Zugang zu seinen in der Nachbarschaft liegenden traditionellen Absatzgebieten.
Über Nacht waren wir wieder Mittelpunkt einer Region, die sich heute Euregio Egrensis nennt und Jahrhunderte lang unter dem Namen Vogtland bekannt war. Man erkannte dies Gott sei Dank schon zu Zeiten des Kalten Krieges und hat sich frühzeitig um eine Partnerschaft mit den Städten Plauen und Eger bemüht.
Es wächst wieder etwas zusammen, was wirtschaftlich und kulturell zusammen gehört. Jüngster Beweis ist die Wiedereröffnung der Zugstrecke nach Eger. Der kulturelle Austausch erfolgt schon seit vielen Jahren in Form von gemeinsamen Veranstaltungen und Gegenbesuchen. Maßgeblich ist auch ProHof an diesem Austausch beteiligt. Als die Interessengemeinschaft, die sich die Verbreitung der Lebens- und Liebenswürdigkeit unserer Heimatstadt auf ihre Fahne geschrieben hat, leistet ProHof die beste Imagepflege, die man sich wünschen kann.
Seinen Mitgliedern und Interessenten bietet ProHof ein reichhaltiges Jahresprogramm, um alle mit zu nehmen und für die Stadt Hof zu begeistern. Auch das ist Integration: nicht nur in einer Stadt zu wohnen und zu arbeiten, sondern mit zu leben, mit zu gestalten, mit zu entscheiden. Belohnt wird man dann mit dem Ho(f)chgefühl, in dieser wunderbaren Stadt leben zu können.
Ich möchte noch auf ein Jubiläum hinweisen, dessen Produkt lange Zeit die Wirtschaftskraft Hofs entscheidend beeinflusst hat. Wir feiern heuer 500 Jahre Reinheitsgebot für die Herstellung von Bier. Dies ist die älteste, noch gültige Vorschrift für die Herstellung eines Lebensmittels weltweit. Schon bei der Übernahme der Stadt Hof durch den Burggrafen von Nürnberg war die Abgabe für das Bierbrauen eine der wichtigsten Einnahmequellen für Landesherr und Stadt. Dies sollte sich auch in den folgenden Jahrhunderten nicht ändern. Solange Hofer Bürger gutes Bier brauen und verkaufen konnten, war das kommunale Auskommen gesichert. Daraus erwuchs die Kompetenz Hofs als die Bierstadt in Nordostoberfranken. So werden bei ProHof viele Feste mitgefeiert – wie Volksfest, Schlappentag, Absolvinatoranstich –, bei denen das jeweils kredenzte Bier eine wichtige Rolle spielt und somit die Tradition der Bierstadt Hof weiterleben lässt.
In diesem Sinne lade ich alle ein: Sind Sie nicht bloß eingetragener Hofer(in) am Einwohnermeldeamt, beteiligen Sie sich am sportlichen, kulturellen und politischen Leben der Stadt Hof. Eine Möglichkeit davon: Werden Sie Mitglied bei ProHof, werden Sie hoffähig und erleben Sie den Ho(f)chgenuss.

Mit bierigen Grüßen

Hans-Joachim Hansen
Braumeister

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