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„Der Gerch“ feierte Jubiläum in der Meineltenne

Gert Böhm schaffte es mit seiner ungekünstelten und schnörkellosen Lesart, den Gerch fast leibhaftig werden zu lassen.

Gert Böhm schaffte es mit seiner ungekünstelten und schnörkellosen Lesart, den Gerch fast leibhaftig werden zu lassen.

50 Jahre Sprachwitz, Alltagsgeschichten einsaugend und im Hofer Dialekt wiedergebend, das ist das, womit uns der Hofer Spaziergänger „Gerch“ Woche für Woche zumindest ein Schmunzeln bereitet. Sein geistiger Vater – Gert Böhm – darf sich dieser Tage über dieses bayernweit, wahrscheinlich deutschlandweit, einzigartige Jubiläum freuen. Die menschlichen Unzulänglichkeiten und vorhersehbare Malheure werden in liebevolle Geschichten in Mundart verpackt. Es sind eben Situationen rund um das eingeklemmte Chiffonkleid im Theater oder geschenkte Karten für ein klassisches Konzert bei vorherigem Genuss einer Schlachtschüssel, die Bilder im Kopf erzeugen und sofort auf Lachmuskeln und Tränendrüsen drücken. Echt, ungekünstelt und ein bisschen schelmisch liest Gert Böhm seine Geschichten vor, und dass er seine Protagonisten mag, das lässt er einen spüren. Herzhaft konnte in der voll besetzten Meineltenne gelacht werden. In diesen unruhigen Zeiten hat das etwas Wohltuendes, fast Heilsames.
Die Hofer Volksmusikanten sind mit ihrer ursprünglichen Musik ideale Begleiter bei diesem kurzweiligen Sonntagnachmittag.
Anke Bogler

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