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Seliger-Gemeinde Thema im Museum

Vom 12. April bis 25. Juni zeigt das Museum Bayerisches Vogtland die Ausstellung „Die sudetendeutschen Sozialdemokraten. Von der DSAP zur Seliger-Gemeinde“. Die Deutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei in der Tschechoslowakei (DSAP) wurde 1919 gegründet. Anfang der 1920er Jahre prägten nationale Auseinandersetzungen zwischen Tschechen und Sudetendeutschen die junge, tschechisch dominierte Republik. Die Führung der DSAP steuerte einen ausgleichenden Kurs, um soziale und wirtschaftliche Verbesserungen für die deutsche Arbeiterschaft zu erreichen. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland 1933 betreuten Mitglieder der DSAP Tausende deutscher Emigranten, die auf der Flucht in die Tschechoslowakei kamen. Einige Jahre später waren die sudetendeutschen Sozialdemokraten selbst dem Terror des Hitlerregimes ausgeliefert. Tausende sudetendeutsche Sozialdemokraten wurden für ihre politische Überzeugung verfolgt und verhaftet, viele ermordet. Im Jahr 1951 trat die Seliger-Gemeinde als „Gesinnungsgemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten“ die Nachfolge der DSAP in der Bundesrepublik Deutschland an. Sie ist benannt nach dem ersten Vorsitzenden der Partei, Josef Seliger.

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