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Bei den Hofer Filmtagen beginnt eine neue Ära

Mit den diesjährigen Filmtagen beginnt in Hof eine neue Ära. Thorsten Schaumann tritt die Nachfolge des Gründers und langjährigen Leiters Heinz Badewitz an und hat die künstlerische Leitung der Internationalen Hofer Filmtage übernommen.

Nach wie vor gelten die Hofer Filmtage vom 24. bis 29. Oktober in der Öffentlichkeit und in der Filmbranche als wichtigstes deutsches Filmfestival nach der Berlinale, als, wie es Wim Wenders definierte: Home of Films. Der familiäre Charakter der Filmtage, dabei kompetent und professionell, ist einzigartig in der Festivallandschaft und das soll auch so bleiben.
Thorsten Schaumann, 49, war befreundet mit Heinz Badewitz, gemeinsam trafen sie sich viele Male auf internationalen Festivals und hatten regen Austausch. Als Badewitz im März 2016 so plötzlich verstarb, wurde Thorsten Schaumann zusammen mit Linda Söffker, Leiterin der Berlinale-Sektion Perspektive Deutsches Kino, und Alfred Holighaus, Präsident der Spio, ins Kuratorium für die Filmauswahl zum 50. Jubiläum der Filmtage berufen. In diesem Jahr verantwortet er die Filmauswahl.
Wie in all den Jahren zuvor darf man sich auf spannende, emotionale und bewegende Filme freuen, auf viele Gäste und ein interessiertes Publikum sowie auf Entdeckungsreise im Kino gehen, fachsimpeln oder einfach nur Spaß haben, dabei alte (Film-)Bekannte treffen und neue Freunde finden.
Die Filmauswahl umfasst wieder Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus dem In- und Ausland. Eröffnet werden die diesjährigen 51. Hofer Filmtage mit dem Film „Drei Zinnen“ des Berliner Regisseurs Jan Zabeil.
Der Film ist ein spannendes Drama, das sich an den Südtiroler Dolomiten abspielt und die Geschichte von Aaron erzählt, der mit seiner Freundin Lea und ihrem Sohn Tristan eine Reise in die Berge macht, auf der die Beziehungen zueinander unerwartet auf die Probe gestellt werden.
Neben dem Filmprogramm wird es wieder die Clubgespräche mit Regisseuren geben wie auch ein gesondertes Programm mit Diskussionen in der Hoftex-Halle rund um aktuelle Themen der Branche, wie zum Beispiel Virtual Reality oder Filme-On-Demand im Vertrieb.
Und natürlich wird am Samstagvormittag wieder das Fußballspiel ausgetragen.
Die Retrospektive 2017 ist dem französischen Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und Komponisten Tony Gatlif gewidmet. Gatlif wurde 1948 in Algerien geboren und machte sich mit Filmen wie Geronimo, Korkoro, Vengo oder Swing einen Namen. 2004 gewann er den Regiepreis in Cannes für Exils. Seine Filme sind inspiriert von seiner Herkunft. Sie erzählen Geschichten aus der arabischen Gesellschaft und der Kultur der Sinti und Roma. Während des Festivals präsentiert er darüber hinaus sein allerneuestes Werk Djam in Hof persönlich.
Kino-Tickets können an der Kasse in der Hofer Altstadt zum Preis von 7 Euro pro Tagesvorstellung und 8 Euro pro Abendvorstellung gekauft werden. Am Dienstag, 24. Oktober, ist die Kasse ab 17 Uhr geöffnet, an den folgenden Tagen von 10.30 bis 22 Uhr. Filme werden in der Regel wiederholt. Das gibt auch Kurzentschlossenen die Möglichkeit, spontan noch Karten an der Kinokasse zu erwerben.
Reservierung oder Vorbestellung von Karten ist nicht möglich.
Am Sonntag ist Publikumstag, an dem die prämierten Filme nochmals zu sehen sind. Dafür werden schon ab Mittwoch Karten verkauft.
Der Programmkatalog kommt am Freitag vor dem Festival druckfrisch in die Hofer Buchhandlungen, die Filmübersicht mit Vorstellungszeiten wird einige Tage vorher auf der Website – http://www.hofer-filmtage.com – stehen.
Die Internationalen Hofer Filmtage werden unterstützt von vielen regionalen Sponsoren wie der „Unternehmerinitiative Hochfranken“. Förderer sind auch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Freistaat Bayern, die Stadt Hof und der Bezirk Oberfranken sowie als Hauptsponsor arte.

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