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Ein Sommertag in der Ahornwelt

Zu einem „Sommertag in der Ahornwelt“ lädt Mathias Hoyer am Samstag, 7. Juli, ab 15 Uhr nach Unterhöll 3 in Gattendorf ein. Das stimmungsvolle Gartenfest bietet Livemusik, Qigong zum Mitmachen und Verkaufsstände mit Honig, Marmeladen, Pflanzen, Dekoartikeln und Schmuck. Stumpfs Restaurant Kreuzstein sorgt für leckere Spezialitäten.
Die 4.500 Quadratmeter große Ahornwelt von Mathias Hoyer fasziniert durch ein labyrinthisches Wegesystem, das durch einen Garten nach japanischem Vorbild führt. Tore, Teiche, Brücken, Wasserfälle, Hügel und Kunstwerke entlang der Pfade erwecken den Eindruck eines Zauberreichs und bieten immer wieder neue Blickwinkel und Einsichten. Details und Gesamteindruck lassen keinen Zweifel daran, dass hier ein absoluter Fachmann am Werk war.
Tatsächlich hat der 1964 geborene Hofer Mathias Hoyer nach einer Ausbildung als Landschaftsgärtner eine Zusatzausbildung als Fachagrarwirt für Baumpflege absolviert. Seine berufliche Heimat ist das Stadtgartenamt Hof, dort ist er für die Hofer Bäume zuständig. Seine Ahornwelt war vor nicht mal 20 Jahren noch ein Fichtenwald: „Alles, was man heute sieht, wurde hierher transportiert und angepflanzt beziehungsweise arrangiert“, erzählt er. Dazu gehören zahlreiche tonnenschwere Findlinge aus Frankenwald und Fichtelgebirge wie auch authentische Handwerkskunst aus Fernost. Einzige Relikte aus dem vorherigen Wald sind uralte Fichten, die sich harmonisch in das heutige Gesamtbild integrieren, das von einer natürlichen Landschaft nicht zu unterscheiden ist.
Angst, dass seine Ahornwelt unter einem möglichen Ansturm leiden könnte, hat Mathias Hoyer nicht. Schon oft hat er sein Reich für Besucher geöffnet und dabei die Erfahrung gemacht, dass die Leute sich respektvoll verhalten und vor allem zum Fachsimpeln und Genießen kommen: „Manche meiner Gäste freuen sich schon seit Monaten auf das Gartenfest und die Vielfalt an Bäumen“, sagt er.

Bei dem Gartenfest in der Ahornwelt am 7. Juli stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Der Eintritt kostet 4 Euro.

Und das ist auch kein Wunder. Denn in der Ahorn-Sammlung in Unterhöll finden sich alle 63 Wildarten, die in unserer Klimazone kultivierbar sind. Außerdem kann man den wohl seltensten Ahorn überhaupt besichtigen, den fünfblättrigen Ahorn. Mathias Hoyer besitzt zwei Jungbäume in Töpfen, die er über Jahre hinweg ans oberfränkische Klima gewöhnen und langfristig winterfest bekommen will. Da er eng vernetzt ist mit der weltweiten Fachwelt, weiß er, wie hochgesteckt dieses Ziel ist: „Wenn es gelänge, den Fünfblättrigen Ahorn in unserem Klima zu kultivieren, wäre das einfach sensationell.“ Manfred Köhler

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