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Filmtage: ProHof-Talk im Galeriehaus

Souverän und unterhaltsam führte Rainer Krauß durch die muntere Gesprächsrunde mit Björn Pausch, Thorsten Schaumann und Peter Nürmberger (von links). Fotos: Annette Köhler

Souverän und unterhaltsam führte Rainer Krauß durch die muntere Gesprächsrunde mit Björn Pausch, Thorsten Schaumann und Peter Nürmberger (von links).
Fotos: Annette Köhler

„Die Hofer Filmtage – gestern, heute, morgen“ unter diesem Titel lud der Verein ProHof zu einer Gesprächsrunde in das Galeriehaus ein. Thorsten Schaumann (Künstlerischer Leiter des Festivals), Hofs Kulturamtsleiter Peter Nürmberger und Björn Pausch vom Verein Cine Center gaben unter der Gesprächsführung von Rainer Krauß, Vorstandsmitglied im Verein ProHof viele Anekdoten über die Filmtage zum Besten und warfen auch einen Blick voraus auf das anstehende Festival.

Eingestimmt wurden die interessierten Besucher mit altem Filmmaterial, das einen zum Schmunzeln über die Mode der Fußballspieler oder auch die Frisuren der 1970er Jahre brachte.
Für Thorsten Schaumann sind die Filmtage eine Traumreise und wie er davon erzählt möchte man wünschen, dass er nie aufwacht. Es macht Spaß ihm zuzuhören und man spürt seine Freude an der Aufgabe. Die Stadt ist zu seiner geworden und den Hofer Menschenschlag mag er. Das lässt er unmittelbar spüren und ihm schlägt viel Sympathie entgegen. Gespannt darf man auf die Filme sein, die er unter den vielen hunderten für das Festival ausgewählt hat.
Björn Pausch erfreut mit seinen Beschreibungen über Begegnungen mit der so früh verstorbenen Monica Bleibtreu, die ihn während der Autofahrt stetig zum schnelleren Fahren animierte, weil schließlich ihr Sohn Moritz es auch tut. Oder Rosa von Praunheim, der im Gespräch erfuhr, das es in unserer Region eine Hölle gibt. Die wollte er unbedingt kennenlernen, klingelte vor Ort an verschiedenen Haustüren und erfragte wie es denn so sei, in der Hölle zu leben… Das Leben schreibt eben doch die schönsten Geschichten.
Der Freundeskreis von Peter Nürmberger nimmt vor und während der Filmtage explosionsartig zu, was wohl daran liegt, dass er als einer der ersten weiß, wer den Filmpreis der Stadt Hof erhält, auch sonst viele Interna kennt und Einladungen für geschlossene Veranstaltungen ausspricht. Man spürt, die Filmtage sind etwas ganz Besonderes im Jahreslauf unserer Stadt.
Die digitale Welt macht auch vor dem Filmgeschäft nicht halt, sie wird Einzug halten im Home Of Films und sie wird sie verändern, da sind sich die Macher einig. Mit Zuversicht stellen sie sich dieser Aufgabe und werden sie für die Zukunft gestalten.
Im Galeriehaus, der Keimzelle der Filmtage, war an diesem Abend der gute und inspirierende Geist spürbar. Die Vorfreude auf 52. Internationalen Hofer Filmtage steigt! Anke Bogler

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