Der Verein für Hof – in Bayern ganz oben.

8. September: Jubiläums-Zoofest mit vielen bunten Attraktionen

Dank ProHof verlangt die Zookasse am Jubiläumstag nur einen Euro Eintritt pro Besucher.

Dank ProHof verlangt die Zookasse am Jubiläumstag nur einen Euro Eintritt pro Besucher.

Mit einem großen Familienfest feiert der Zoologische Garten Hof am 8. September ab 11 Uhr 65-jähriges Bestehen. Geboten werden Kinderschminken, Hüpfburg, Malwettbewerb, Glücksrad, Tierpflegeraktionen, Basteln mit Mimi Saalfrank aus Schwarzenbach/Saale, Ponyreiten, Buttons pressen, Flohmarkt, Besuch des Jungen Theaters Hof, Führungen im Bienenpark, Häkeln mit der Wollmaus und eine Leseecke der Stadtbücherei Hof. Auf die Kinder wartet ein spannender Aufgaben-Parcours. Ebenso können die Besucher an kommentierten Tierfütterungen teilnehmen. Der Stadtimker Martin Wahl hält Verkostungen bereit. Der Verein Pro Hof unterstützt das Zoofest, sodass der Eintritt für alle Besucher ab drei Jahren an diesem Tag auf einen Euro gesenkt werden kann.

Für die Organisation des Jubiläumsfestes ist die Zoopädagogin Ulrike Kolb verantwortlich, die zugleich als stellvertretende Vorsitzende des Trägervereins wirkt. Neben dem Marketing ist Ulrike Kolb auch für die Zooführungen zuständig, die für Schulklassen, Kindergärten, Vereine, Betriebe und Gruppen angeboten werden. Ihr Handwerk hat sie noch bei dem langjährigen Zoodirektor Janusz Gutkowski gelernt. In den zwölf Jahren, seit sie im Hofer Zoo angefangen hat, konnte Ulrike Kolb bei allen Schwierigkeiten, mit denen der Zoo zu kämpfen hatte, eine ständige Aufwärtsentwicklung beobachten: „Auch heuer haben wir ein gutes Jahr“, erzählt sie. „Längst kommen die Besucher nicht mehr nur aus dem Umland, sondern aus Sachsen, Thüringen, der Oberpfalz und Franken. Und auch aus Tschechien kommen mehr und mehr Zoogäste, denen Gehegeschilder und Infos in tschechischer Sprache angeboten werden. Am Hofer Zoo schätzen die Gäste die Überschaubarkeit, Kinderfreundlichkeit und die familiäre Atmosphäre.

Das Besondere am Zoologischen Garten Hof ist, dass die Gehege zum Teil begehbar sind, zum Beispiel bei Schnee-Eulen, Kängurus und den Sittichen.

Das Besondere am Zoologischen Garten Hof ist, dass die Gehege zum Teil begehbar sind, zum Beispiel bei Schnee-Eulen, Kängurus und den Sittichen.

Damit ist der Zoo seinen Wurzeln treu geblieben, denn schon seit der Gründung im Jahr 1954 begeisterte der damalige „Kleintierzoo“ mit Besuchernähe und anschaulicher Wissensvermittlung. Bereits im zweiten Jahr wurden damals 2.500 Besucher gezählt, zwei Jahre darauf waren es 30.000. Kontinuierlich wurde das Zoo-Gelände erweitert, der Tierbestand erhöht. Die Landesgartenschau 1994 sollte einen gewaltigen Impuls nach vorn bringen. Dafür wurde der Zoo zwei Jahre lang komplett umgebaut und dann zum Haupteingang der Landesgartenschau gemacht. 1995 wurde aus dem „Hofer Kleinzoo“ der Zoologische Garten Hof. Jahr für Jahr wurden seitdem neue Gehege eingerichtet, Käfige und Anlagen, aber auch Zweckgebäude wie die Stroh- und Lagerhalle gebaut.
„Bei allem, was wir erreicht haben, bleibt nach wie vor unheimlich viel zu tun“, sagt Ulrike Kolb. „Wir haben viele Ideen, die wir Schritt für Schritt umsetzen wollen.“ Ein Herzensprojekt ist ihr dabei die Wiederbelebung der Zooschule als fester Raum mit entsprechender Ausstattung. Bei solchen wie anderen geplanten Verbesserungen helfe das stets sehr gute Feedback der Gäste. Man wisse daher, dass Angebote wie Führungen zu verschiedenen Gelegenheiten wie Kindergeburtstagen, Junggesellenabschieden oder Silberhochzeiten besonders gut ankommen. „Von einer Braut war uns bekannt, dass sie Erdmännchen besonders liebt“, erinnert sich Ulrike Kolb. „Wir haben deshalb versucht, ihr möglichst viel über diese Tiere zu vermitteln.“
Gut angenommen würden auch Einzelführungen, zum Beispiel für schüchterne Kinder: „Dabei tauen die Kleinen auf und wollen alles über die Tiere wissen.“ Ebenso werden Spezialführungen angeboten, die sich mit ganz bestimmten Tieren beschäftigen. Mit im Führungs-Programm seien auch Blicke hinter die Kulissen, zum Beispiel in die Küche und die Scheune. Auch das Angebot „Basteln für Tiere“ begeistere die Besucher. „Die Kinder füllen dabei zum Beispiel kleine Kartons mit Heu und Leckereien für die Tiere und beobachten die Tiere dann sozusagen beim Auspacken“, erzählt Ulrike Kolb. „Das macht den Kindern Spaß und freut auch die Tiere.“
Für das Jubiläumsfest ist die Zoopädagogin zuversichtlich, denn: „Bisher kamen zu unseren Veranstaltungen immer sehr viele Besucher.“ Eines wünscht sich Ulrike Kolb aber besonders: „Dass auch viele Gäste aus dem Umland an diesem Tag schöne Stunden im Hofer Zoo verbringen. Und das richtige Wetter zum Feiern.“ Manfred Köhler

 

Der Hofer Zoo beherbergt heute als einziger in Oberfranken auf rund zwei Hektar über 100 Tierarten. Insgesamt tummeln sich über 500 Tiere, darunter seit kurzem auch ein Pfau. Neben einem Savannen- und Nachthaus gibt es im Zoo Hof unter anderem auch eine Sommergaststätte mit Biergarten, eine Naturkundeausstellung, ein Erdschauhaus und den Geologischen Garten. 19 Mitarbeiter und mehrere Praktikanten kümmern sich um das Wohl der Tiere. Der Trägerverein hat etwa 100 Mitglieder. Wer den Zoo als Ausgangspunkt für Erkundungstouren nutzen will, kann an der Zookasse auch E-Bikes leihen. Geöffnet ist der Zoo jetzt im Sommer täglich von 9 bis 18 Uhr. Einen Übersichtsplan, alle Tiere und viele Zusatzinfos gibt es unter www.zoo-hof.de.

 

Das aktuelle Heft
Archiv