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Mütterclub: Endlich Bleibe auf Dauer

„Wir wollen eine Begegnungsstätte für Jung und Alt sein“, sagen die Vorsitzenden. Unser Bild zeigt (von links) Schriftführerin Melanie Glückner, Beisitzerin Nurcan Gündüzoglu, Pressesprecherin Christina Klüber, Beisitzerin Petra Friedrich, Kassenwartin Sylvi Schwanck (hinten), Beisitzerin Steffi Ebert (vorn), stellvertretende Vorsitzende Nadine Brandt und Vorsitzende Nicole Schwarz.

„Wir wollen eine Begegnungsstätte für Jung und Alt sein“, sagen die Vorsitzenden. Unser Bild zeigt (von links) Schriftführerin Melanie Glückner, Beisitzerin Nurcan Gündüzoglu, Pressesprecherin Christina Klüber, Beisitzerin Petra Friedrich, Kassenwartin Sylvi Schwanck (hinten), Beisitzerin Steffi Ebert (vorn), stellvertretende Vorsitzende Nadine Brandt und Vorsitzende Nicole Schwarz.

In Sachen Organisationstalent, Ideenreichtum und Flexibilität sind die Vorsitzenden und Helferinnen des Familienzentrum Mütterclub e. V. in Hof wahre Profis. Das liegt neben den vielen Veranstaltungen, die die rührigen Damen auf die Beine stellen, nicht zuletzt auch an den zahlreichen Umzügen, die der Verein in den vergangenen Jahren auf sich nehmen musste. Aber damit ist jetzt endlich Schluss. In der Layritzstraße hat das Familienzentrum in frisch renovierten Räumen der Baugenossenschaft eine dauerhafte Bleibe gefunden. Und es macht seinem Namen alle Ehre: Mütter, Väter, Babys, Kinder und Senioren gehen ein und aus und sorgen in verschiedenen Gruppenräumen und einem Café für ein buntes, fröhliches Treiben.
„Wir sind eine Begegnungsstätte für Jung und Alt“, sagt Vorsitzende Nicole Schwarz. Der Verein feiert heuer 40. Geburtstag. Zielsetzung bei der Gründung war es gewesen, eine Betreuung für Kleinkinder anzubieten, damit deren Mütter stundenweise arbeiten gehen können. Das ist inzwischen durch den Ausbau der Krippenplätze und auch durch geänderte rechtliche Auflagen in dem früheren Umfang weder nötig noch möglich. Dafür beherbergt das Familienzentrum heute dutzende andere Angebote unter seinem Dach – von PEKiP-Kursen über Mawiba (Tanzen mit Babys), Spiel- und Krabbelgruppen oder Russisch für Kinder bis hin zum Ballett für Erwachsene oder Gymnastik 55+. Bei einigen Angeboten ist das Familienzentrum Mütterclub nicht selbst Veranstalter, sondern stellt seine Räumlichkeiten gegen Miete zur Verfügung.
Wer selbst ein Angebot beitragen möchte, stößt bei den Vorsitzenden in jedem Fall auf offene Ohren. Alle Ideen werden diskutiert. Wurden sie für gut befunden, muss sich noch zeigen, ob der Zeitplan passt, denn mittlerweile herrscht mit rund 200 Besuchern pro Woche in dem Familienzentrum an allen Tagen reger Betrieb. Die Vorsitzenden Nicole Schwarz und Nadine Brandt koordinieren die Angebote, sorgen dafür, dass der Verein wirtschaftlich arbeiten kann, und bringen nicht nur im Vereinsbetrieb, sondern auch hinter den Kulissen verschiedenste Menschen gemeinsam an einen Tisch.
Beim Sommerfest beispielsweise arbeite man seit Jahren unter anderem mit dem Fischereiverein Obere Saale, den Pfadfindern, der Kolpingsfamilie Hof oder der gemeinnützigen Gesellschaft Die Gruppe Jugendhilfe Hochfranken gGmbH zusammen. „Ein Mal im Monat treffen wir uns in unserem VIPA-Netzwerk (VernetzenInformationPlanenAustausch) mit den verschiedensten Vereinen, Gruppen und Organisationen aus der Region“, erzählt Vorsitzende Schwarz. „Unser Ziel ist es, Netzwerke zu knüpfen und uns gegenseitig zu helfen.“

Das Familienzentrum Mütterclub beherbergt in großzügigen, frisch renovierten Räumen in der Layritzstraße in Hof verschiedenste Angebote.

Das Familienzentrum Mütterclub beherbergt in großzügigen, frisch renovierten Räumen in der Layritzstraße in Hof verschiedenste Angebote.

Hilfe wünschen sich die Verantwortlichen selbst noch in Sachen Cafébetrieb. Gerne würden sie das Café mimi in den Räumen in der Layritzstraße die ganze Woche über bewirtschaften, doch dafür fehlen noch ehrenamtliche Mitarbeiter. Eine abgetrennte Kinderecke, in der die Kleinen sicher und ungestört spielen können, die helle, moderne Einrichtung und die angrenzende Profi-Küche machen das Café mimi zu einem idealen Treff für Groß und Klein. „Wir würden uns sehr freuen, wenn sich ein paar Frauen fänden, die gerade nicht oder vielleicht auch nicht mehr arbeiten und sich vorstellen könnten, stundenweise den Cafébetrieb zu übernehmen“, sagt Schriftführerin und Pressesprecherin Christina Klüber. Das Themenfrühstück, das aktuell an jedem ersten Dienstag im Monat stattfindet und sich großer Beliebtheit erfreut, wird beispielsweise von drei Seniorinnen mit organisiert.
Christina Klüber ist, wie die Vorsitzende Nicole Schwarz auch, seit über 15 Jahren in verschiedensten Funktionen in Verein und Vorstandschaft engagiert. Klüber war 2005 in die Region gezogen und suchte nach einer Kinderbetreuung. Gemeinsam mit Nicole Schwarz besuchte sie Spiel- und Krabbelgruppen, freute sich über Kontakt zu anderen Müttern und Vätern und engagierte sich bald auch als Mitarbeiterin. Damals wie heute sind es wesentlich mehr Mütter als Väter, die die Angebote des Vereins mit ihren Kindern nutzen. Es dürfen aber gerne mehr werden. „Wir planen aktuell ein neues Angebot speziell für Väter“, verraten die Frauen.
Was sonst noch so ansteht in diesem Jahr? Die üblichen Großveranstaltungen wie das Sommerfest mit Entenrennen (das in diesem Jahr zum 20. Mal stattfindet). Und natürlich eine große Feier zum 40. Vereinsjubiläum. Es gibt viel zu tun. „Aber wir haben schon ganz andere Dinge geschafft.“ Sandra Langer

Für manche Angebote des Familienzentrums ist eine verbindliche Anmeldung nötig, bei anderen dagegen – wie Treffcafé, Spiel- und Krabbelgruppen können alle Interessierten jederzeit gerne vorbeikommen. Infos über das bunte Angebot gibt es auf Facebook unter www.facebook.com/muetterclub. Wer möchte, kann auch einen Newsletter abonnieren, der regelmäßig über das Programm informiert.
Wer Fragen hat, sich selbst mit ehrenamtlicher Hilfe oder einem bestimmten Kursangebot einbringen möchte, erreicht die Vorsitzenden unter info@muetterclub.de sowie Telefon 09281/9286496 (auf den Anrufbeantworter sprechen; es wird zurückgerufen).
Natürlich freut sich der rührige Verein auch über finanzielle Unterstützung – über die IBAN DE70780500000380290353 bei der Sparkasse Hochfranken.

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