Der Verein für Hof – in Bayern ganz oben.

Führung: Industrialisierung im Hofer Land

Schon seit dem 14. Jahrhundert hatte sich die Handweberei im Hofer Land als Nebenerwerb für dessen Bewohner etabliert. Zum Ende des Mittelalters war ein umfassendes Verlagswesen entstanden, das Nordostoberfranken bald zu einer der wichtigsten deutschen Textilregionen machte. Mit dem Eisenbahnbau wandelte sich dieses System ab der Mitte des 19. Jahrhunderts zur modernen Industrie: Mechanische Spinnereien, Webereien und Appreturen schossen geradezu aus dem Boden, was aus Hof das „Manchester Bayerns“ werden ließ. Diese Industriekultur ist es, die die Stadt bis heute nachhaltig prägt – wenngleich immer mehr ihrer Zeugnisse verschwinden. Adrian Roßner, der zur Geschichte der oberfränkischen Textilindustrie promoviert, führt am Sonntag, 27. September, um 15 Uhr anhand der Stadtmodelle und verschiedener Exponate im Museum facettenreich durch die Jahrhunderte, wobei neben der historischen Entwicklung auch Arbeitsprozesse und gesellschaftliche Wandlungen unterhaltsam vermittelt werden. Vorherige Anmeldung unter 09281/815-2700 oder museum@stadt-hof.de ist nötig.

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