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Juni 2021

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     ProHof will den Hofer Bismarckturm retten




     Mit großer Freude und Optimismus begrüßt
     der Verein ProHof e. V. neuerliche Bemühun-
     gen, den baufälligen Hofer Bismarckturm zu
     sanieren. Eine entsprechende Initiative von
     Stadtheimatpfleger Leo Reichel, die sich an
     alle Bürgerinnen und Bürger, aber auch an
     Unternehmen und Vereine richtet, war zuletzt
     öffentlich geworden. ProHof sieht den Bis-
     marckturm als eines der beliebtesten Wahr-
     zeichen der Saalestadt und möchte darum
     die Sanierungsbemühungen von Anfang an
     unterstützen.

     Der Vorstand des Vereins hat sich daher kurzfristig auf die Zu-
     sage eines fünfstelligen Betrages für die Umsetzung einer Sa-
     nierung geeinigt. Der aktuelle Zustand des Bismarckturmes ist
     vielen Hoferinnen und Hofern ein Dorn im Auge. Das Gemäuer
     ist durch seine Bauweise besonders anfällig für Korrosion, was
     im Inneren zu herunterstürzenden Mauerteilen führt, weshalb
     der Turm seit Jahren für Besucherinnen und Besucher gesperrt
     ist. Zudem wucherten zwischenzeitlich bereits einzelne Jung-
     bäume und Büsche aus dem brüchigen Gestein.
     „Wir verfolgen die Entwicklung um den Bismarckturm seit lan-
     gem und sehen voller Zuversicht, dass nun durch die Initiati-
     ve des Stadtheimatpflegers Leo Reichel – immerhin früherer
     Hauptamtsleiter der Stadt Hof und bestens vernetzt – ein neuer
     Anlauf zur Sanierung gewagt wird. Dies möchten wir mit Nach-
     druck unterstützen“, so Michael Maurer, 1. Vorsitzender des
     Vereins ProHof e. V. Man wolle nicht nur finanziell unterstützen,
     sondern die weiteren Schritte auch konstruktiv mit begleiten.
     „In den vergangenen Jahren war zunächst eine private Initia-
     tive und später der Versuch einer Sanierung über europäische
     Fördergelder gescheitert. Beim EU-Programm wurde zum Ver-  Vor dem Bismarckturm (von links): Michael Maurer (Vorsit-
     hängnis, dass es deutschlandweit sehr viele Bismarcktürme   zender ProHof) sowie Anke Bogler und Rainer Krauß (Stell-
     gibt, weshalb unserem Bismarckturm die Einmaligkeit und da-  vertretende Vorsitzende ProHof)   Fotos: Hilmar Bogler
     mit die Förderung abgesprochen wurde. Für viele Hoferinnen
     und Hofer ist der Turm aber etwas Besonderes und wir wollen
     ihn weiterhin unbedingt erhalten“, so Rainer Krauß, stellvertre-  Die Stadt Hof hat ein Spendenkonto eingerichtet: Wer
     tender ProHof-Vorsitzender.                               einen Beitrag zur  Sanierung des Bismarkturmes leis-
     Dem schließt sich auch Anke Bogler, ebenfalls stellvertreten-  ten möchte, kann diesen an „Stadt Hof – Spendenkonto
     de ProHof-Vorsitzende, an: „Der Bismarckturm bietet nicht nur   Bismarckturm Hof“ IBAN DE10 7805 0000 0222 8269 68,
     einen wunderbaren Ausblick auf Hof, sondern er ist auch ein   überweisen.
     Herzensthema der Hoferinnen und Hofer: Er gehört neben La-
     byrinth- und Wartturm zu den drei Hofer Türmen, die gerne
     für einen Ausflug genutzt werden. Es geht bei ihm mittlerweile   Vor 100 Jahren, am 13. Mai 1921, wurde der Bismarckturm
     aber wohl nicht mehr nur um eine Sanierung − man muss wohl   eingeweiht. Zu diesem Jubiläum möchte die Stadt Hof trotz
     schon von einer Rettungsaktion sprechen.“                  knapper Kassen auf dem Rosenbühl ein Zeichen setzen:
     „Der Verein ProHof e. V. würde sich freuen, wenn eine Sanie-  Der beliebte Aussichtsturm, der aufgrund seiner Baufällig-
     rung durch bürgerschaftliches Engagement und in Verbindung   keit seit 2010 für die Öffentlichkeit gesperrt ist, soll nun im
     mit Fördergeldern gelingen würde – ganz nach dem Beispiel   Hinblick auf eine eventuell mögliche spätere Sanierung bau-
     der Hofer Münch-Ferber-Villa“, so Michael Maurer abschlie-  technisch untersucht werden.
     ßend. Dafür sei es nun nötig, dass seitens der Stadt Hof die   „Uns ist am Erhalt des historischen, denkmalgeschützten
     planerischen Grundlagen gelegt und aktuelle Fördermöglich-  Bauwerkes gelegen“, erläutert Dr. Stephan Gleim, Baudirek-
     keiten ermittelt werden. Zudem müsse zeitnah ein entspre-  tor der Stadt Hof. Deshalb hat die Stadt Hof in einem ersten
     chendes Spendenkonto angelegt werden. ProHof bittet alle,   Schritt die LGA Bautechnik GmbH mit einer Erstuntersu-
     denen der Bismarckturm eine Herzensangelegenheit ist, um   chung vor Ort im Hinblick auf eine eventuell mögliche spä-
     tatkräftige Unterstützung.                                 tere Sanierung beauftragt.
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