Page 7 - ProHof Januar 2021
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Januar 2021

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     ProHof-Mitglied ist 90 Jahre alt



     berg im schlesischen Riesengebirge auf und erlitt als 15-Jähri-  transportierten. Schon das Original in Kanada, der Sign Post
     ger das Trauma der Vertreibung: „Ich arbeitete nach dem Krieg   Forest in Watson Lake, hatte die beiden begeistert. Dort hängt
     noch weiter als Lehrling in einem Lebensmittelladen“, erzählt   dank ihnen bis heute ein Ortsschild von Hof, das ihnen 1989
     er. „Eines Tages nach der Arbeit durfte ich nicht mehr in unser   von der damaligen Chefsekretärin des Hofer Oberbürgermeis-
     Haus.“ Mittellos und ohne eigenen Besitz landeten er und seine   ters Dieter Döhla mitgegeben worden war. Die Gründung des
     Familie schließlich in Gummersbach. Dort lernte Heinz Schrem-  Fernwehparks in Hof zehn Jahre später unterstützten sie da-
     mer dann 1952 auch seine spätere Frau kennen.             her von Anfang an. Bis heute bedauern die Schremmers, dass
     Die gemeinsamen Wanderjahre durch die junge Republik wur-  die einmalige Touristen-Attraktion Hof inzwischen in Richtung
     den von der immer gleichen Speditionsfirma begleitet. Als die   Oberkotzau verlassen hat.
     Schremmers am 30. November 1971 nach Hof kamen, glaubte   Die berufliche Abwechslung, das Reisen, die vielen Erlebnisse
     niemand so recht, dass diese Station von Dauer sein könnte, die   in aller Welt, das private Engagement, all das hat Mechthild und
     Umzugsleute scherzten sogar: „Sollen wir wirklich auspacken –   Heinz Schremmer bis heute jung gehalten. Aber gibt es auch
     oder gleich alles wieder mitnehmen?“                      noch ein besonderes Geheimnis für ein langes, gesundes Le-
     Diesmal aber sollte es anders kommen. Mechthild Schremmer   ben? Heinz Schremmer blickt zurück: „Ich habe nie geraucht
     fand, wie schon bei den Stationen zuvor, rasch eine Stelle als   und immer nur ganz wenig Alkohol getrunken“, erzählt er.
     Buchhalterin, man lebte sich ein. Erst nach 14 Jahren ergab   Außerdem gelte: „Man muss Stress haben, aber auch die nötige
     sich dann doch wieder eine berufliche Veränderung für Heinz   Erholungszeit. Beides muss sich die Waage halten.“
     Schremmer:  Die  Firma  in  Selbitz,  in  der  er  arbeitete,  meldete                            Manfred Köhler
     Konkurs an. Eine vorüberge-
                                   SIE BRA
                                   SIE BRAUCHEN GAS ?UCHEN GAS ?UCHEN GAS ?
     hende neue Stelle fand er in   SIE BRA
     der Nähe von Esslingen. Da
     der  Ruhestand  zum  Greifen
     nah und die  Stelle befristet   BEI UNS ERHALTEN SIE
     war, beschloss er zu pendeln,
     aber: „Aus zwei Monaten wur-  PROPAN FÜR:
     den dann doch noch mal mehr
     als zwei Jahre.“                Gewerbe            Gastronomie
     Heute sind Heinz und Mecht-     Industrie          Freizeit
     hild Schremmer froh, nicht
     noch mal umgezogen zu sein.     Landwirtschaft
     Denn Hof war längst zur Hei-
     mat geworden. Von Anfang an
     nahm das Paar rege am Hofer   Meiselfelder Str. 5-9 | 95030 Hof. 5-9 | 95030 Hof
                                   Meiselfelder Str
     Leben teil, wurde Mitglied der   www.langgaertner-hof.de
                                   www.langgaertner-hof.de
     Volksbühne  und  der  Bürger-
                                   Tel.: 09281/850013el.: 09281/850013el.: 09281/850013
     gesellschaft. Als die Bürger-  T T
     gesellschaft  sich  auflöste,
     wechselten die Schremmers
     zu Pro Hof und sind seit rund
     zwei  Jahrzehnten  begeister-
     te Mitglieder: „Uns gefallen
     vor allem die Fahrten und die
     Führungen“, verrät Mechthild
     Schremmer. Beides hat auch
     immer wieder Motive für eine
     weitere Leidenschaft geliefert,
     die Fotografie. Bis heute ist
     Heinz Schremmer im Fotoclub
     aktiv. Und Mechthild Schrem-
     mer wirkte unter anderem als
     Kassiererin im Tanzsportclub
     und bei der Pommerschen
     Landsmannschaft.
     Und es gab noch etwas, für
     das sich das Ehepaar en-
     gagierte: Von ihren Reisen
     brachten die Schremmers im-
     mer wieder außergewöhnliche
     Schilder für den damaligen
     Hofer Fernwehpark mit, unter
     anderem ein Riesenschild, das
     sie auf dem Campmobildach
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