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Februar 2019

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    mit großem Engagement



    ler Franziskanerinnen, die bis vor zehn Jahren in St. Konrad
    wirkten, bis hin zu einem Patenkind in Nigeria, das von einem
    nigerianischen Pfarrer vermittelt wurde, der einst in der hiesi-
    gen Gemeinde ausgeholfen hat. In Not geratene Privatpersonen
    wurden ebenso unterstützt wie Weihnachtsfeiern für bedürftige
    Menschen.
    Sein Jahresprogramm hat der KDFB Bernhard Lichtenberg 2019
    unter die Losung gestellt: „Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde.
    Heute wird getan oder auch vertan, worauf es ankommt, wenn er
    kommt“, angelehnt an das zentrale Jahresmotto „Bewegen“ des
    KDFB Bundesverbandes. „Wir wollen nicht abwarten, sondern
    zupacken“, lacht die Vorsitzende. Das beweist auch das vielfälti-
    ge Jahresprogramm des KDFB Bernhard Lichtenberg. Vom Bei-
    trag zum Weltgebetstag, Marienandachten, einer Kräuterseg-
    nungs-Abendmesse und einer Adventsmesse über Vorträge wie
    „Sicher leben – Sicher im Alltag“ mit Kriminalhauptkommissar
    Peter Hobelsberger oder „Wie kannst du heute noch katholisch
    sein?“ bis hin zu einem Spaziergang mit spirituellen Impulsen,
    einer Studienfahrt in die Benediktiner-Abtei Münsterschwarzach
    oder einem religiösen Auszeittag in Vierzehnheiligen ist alles da-
    bei. Im vergangenen Jahr gab es gar eine Studienfahrt mit 19
    Frauen nach Mallorca.
    „Wichtig ist uns, mit unseren Themen am Puls der Zeit zu blei-
    ben und uns kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen“, sagt   Pfarrer Hans-Jürgen Wiedow, Schatzmeisterin Verena
    Sieglinde Palitza. Ebenso mit der nötigen kritischen Reflexion   Krauß, Vorsitzende Sieglinde Palitza und stellvertretende
    steht der KDFB Bernhard Lichtenberg der katholischen Kirche   Vorsitzende Michaela Hutterer (von links) leiten den Katholi-
    als Institution und dem Papst gegenüber: „Unser Motto lautet:   schen Frauenbund in Hof.
    auftreten statt austreten! Wir sprechen die brisanten Themen lie-
    ber an, als uns vor ihnen wegzuducken“, erklärt Schatzmeisterin   wahr. „Aber wenn man gesellschaftlich oder politisch etwas be-
    Verena Krauß. Themen wie die Mütterrente, der Umgang mit der   wirken will, reicht es nicht, sich nur in der eigenen Gemeinde
    Abtreibungs-Regelung oder der Gleichberechtigung von Frauen   einzubringen, sondern man braucht auch eine überregionale
    werden von den KDFB-Damen immer wieder hinterfragt und dis-  Stimme – und wir sind sehr froh, dass wir die in Form vieler
    kutiert. Anregung dazu bietet auch die monatlich erscheinende   prominenter Mitgliedsfrauen und unserer KDFB-Präsidentin, der
    Zeitung „Engagiert – Die christliche Frau“, die der KDFB-Bun-  Bundestagsabgeordneten Maria Flacsbarth haben“, resümiert
    desverband herausgibt und die jedes Mitglied erhält.       Sieglinde Palitza.                        Christine Wild
    Besonders wichtig ist es den Vereinsfrauen auch, nicht nur ihr
    eigenes  Süppchen  zu  kochen.  Daher  ist  der  KDFB  Bernhard
    Lichtenberg vernetzt mit Frauen und Gruppierungen anderer   Die nächste Veranstaltung des DKFB Bernhard Lichtenberg
    Gemeinden, dem internationalen  Frauenzentrum EJSA, dem     ist der Vortrag „Das Turiner Grabtuch – Faszination und Fak-
    Hofer  Frauennotruf  sowie  dem  Netzwerk  Frauenstärken  Hof   ten“ mit Referentin Dr. Barbara Stühlmeyer am Dienstag, 12.
    und beteiligt sich immer wieder am Equal Pay Day, dem Welt-  Februar, um 19 Uhr im Pfarrzentrum Bernhard Lichtenberg.
    frauentag und dem Weltgebetstag. „Zum Glück haben wir viele   Das gesamte Jahresprogramm ist zu finden unter https://ka-
    Mitglieder, sodass nicht immer alle eingebunden sind, sondern   tholische-kirche-hof.de/katholisch-in-hof/verbaende/katholi-
    jeder sich nach seinen Stärken und Fähigkeiten einbringen kann   scher-frauenbund
    – und sowieso nur in dem zeit-
    lichen Umfang, den sich je-
    des Mitglied leisten kann und
    möchte. Niemand muss etwas
    machen!“, so  die  Vorsitzen-
    de. „Aber man hilft auch gern,
    denn man kennt die Leute und
    freut sich, sie bei den einzel-
    nen Aktionen und Vorträgen zu
    treffen“, ergänzt Verena Krauß.
    Das Programm stellt der Vor-
    stand gemeinsam zusammen.
    Geistlicher Beirat ist Pfarrer
    Hans-Jürgen Wiedow. Er und
    Dekan Holger Fiedler binden
    den Frauenbund in das Ge-
    meindeleben ein und nehmen
    ihn auch als kritische Stimme
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